Johanna Fischer, Stahlarbeiterin
Karriere

Der Job ist einer der besten, die ich je hatte

Es war Johanna Fischers Bruder, der sie zur Bewerbung auf eine Stelle in der Verdüsungsanlage in Schweden ermutigt hat. Das ist inzwischen fünf Jahre her - und Johanna hat weiterhin Freude an ihrer Arbeit und der kollegialen Atmosphäre.

„Ich habe zwar zuvor in der Schwermetallindustrie gearbeitet, wusste aber nicht genau, was Höganäs in der Verdüsungsanlage tatsächlich produziert. Als mein Bruder hörte, dass dort Leute gesucht werden, hat er mir geraten, diese Chance zu nutzen. Der Job ist einer der besten, die ich je hatte, und inzwischen weiß ich, dass Eisenpulver von Höganäs in allen möglichen Dingen vom Auto bis hin zu Cornflakes zu finden ist“, sagt Johanna Fischer.  

In der Verdüsungsanlage arbeiten hauptsächlich Männer. Von etwa 90 Mitarbeitern in der Produktion sind nur sieben Frauen.

„Der Umgangston ist darum manchmal etwas rau, aber ich habe wirklich Spaß daran. In meiner Abteilung gibt es drei Mitarbeiter. Wir kommen bestens miteinander aus und die Kommunikation unter uns läuft hervorragend. Das ist sehr wichtig.“

Als Johanna Fischer zum ersten Mal das Stahlwerk betrat und den Schmelzprozess sah, war sie einigermaßen überwältigt.

„Am Schmelzofen ist es sehr laut und heiß, aber ich habe nicht direkt mit dem Schmelzverfahren zu tun. Ich arbeite als Verdüserin. Das bedeutet, ich überwache den Prozess, bei dem der geschmolzene Stahl in Pulver umgewandelt wird“, erklärt sie.

„Wir ziehen Qualitätsproben, halten den Bereich sauber und stellen sicher, dass die Technik ohne Störungen funktioniert. Das mag wie ein Routinejob aussehen, aber kein Tag gleicht dem anderen und ich finde diese Arbeit sehr belebend. Allerdings darf man keine Angst vor Schweiß und Schmutz haben, die gehören zu diesem Job nun mal dazu.

Der Produktionsprozess ist stellenweise nicht ungefährlich, aber das Unternehmen besitzt eine hervorragende Sicherheitsrichtlinie“, sagt Johanna Fischer.

„Sicherheit hat immer Priorität und wir versuchen kontinuierlich, sie noch weiter zu verbessern. Persönliche Schutzausrüstung ist selbstverständlich und ich glaube, dass ich die Chance erhalte, selbst Einfluss zu nehmen. Wenn ich einen Änderungsvorschlag habe, dann stößt er hier auf offene Ohren.“

Für kurze Zeit hat Johanna Fischer tagsüber gearbeitet, aber am besten kommt sie mit der Schichtarbeit zurecht. Sie passt auch gut zu ihrer familiären Situation.

„Meine Tochter ist zweieinhalb Jahre alt und mein Mann arbeitet tagsüber. Durch die Schichtarbeit kann ich mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen und ihr bleiben endlose Stunden im Kindergarten erspart.“