Zukunftssicheres Unternehmen

Auswirkungen auf die Umwelt

Wir streben danach, eine sichere, saubere, effiziente und langfristig nachhaltige Produktion zu betreiben.

Unser Geschäft zukunftssicher zu machen bedeutet, täglich den Anforderungen der bürgerlichen Gesellschaft der Zukunft gerecht zu werden, indem wir qualitativ hochwertige Produkte, operative Exzellenz und Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig strengere Umwelt-Vorgaben in der Produktion und Effizienz bei der Nutzung von Ressourcen erfüllen. Unsere Ambitionen sind klar: höchste Qualität bei allem, was wir tun. Der betriebliche Fokus auf Qualität reduziert Material- und Energieverluste und minimiert Unterbrechungen, die zum Ausfall von Maschinen und Ausrüstung führen können. 

Abgestimmte und gut dokumentierte Arbeitsmethoden bilden die Grundlage für kontinuierliche Verbesserung und das Teilen von Fachwissen. Unabhängig davon, wie streng die Verfahrensregeln und Vorschriften sind, kann Qualität immer weiter verbessert werden und wir arbeiten kontinuierlich daran, Erwartungen zu erfüllen und zu übertreffen.

Abfall in Produkte verwandeln

Angesichts einer jährlichen Produktion von rund 500.000 Tonnen Metallpulver und etwa 150.000 Tonnen Material aus Nebenprozessen ist es selbstverständlich für uns, Abfälle in unseren Betrieben zu minimieren. Wir entwickeln Lösungen, die Abfälle minimieren. Jetzt haben wir den nächsten Schritt vollzogen und als langfristiges Ziel „Null Abfälle“ ausgegeben. Außerdem haben wir klare Vorgaben für die Reduzierungsschritte gemacht.

Unsere gesamten Abfälle und Nebenprodukte besitzen das Potenzial zur Wiederverwendung und Umwandlung in Produkte. Ein Teil unserer Materialien aus Nebenprozessen, beispielsweise bestimmte Schlackeanteile, können direkt recycelt und als Rohstoffe oder Verbrauchsmaterialien in unserer eigenen Produktion verwendet werden.

Wir haben eine ganze Palette von Produkten entwickelt, die Materialien aus unseren Nebenprozessen enthalten, beispielsweise Füllstoffe in Asphalt, Baustoffe und Rohstoffe für die Produktion von Steinwolle, um nur einige zu nennen. Zwei unserer nützlichsten Produktentwicklungen sind Petrit® E und Petrit® T, die beide aus Schlacke hergestellt werden. Petrit E kann im Straßenbau als Ersatz für Schotter genutzt werden und Petrit T ist als Kalkersatz verwendbar.

Außerdem untersuchen wir gegenwärtig die Möglichkeit, mineralbasierte Nebenprodukte als Filtermedien für die Wasseraufbereitung zu verwenden sowie in der Produktion von Kalkzusatzprodukten für die Landwirtschaft, die der Bodenverbesserung im Ackerbau dienen.

Verantwortungsvolle Nutzung von Wasser

Für die Kühlung in geschlossenen Systemen wird größtenteils Meerwasser verwendet. Die in diesen Systemen produzierte Wärme wird in Schweden in Fernwärmenetze eingespeist.

Auch im Verdüsungsprozess, bei dem geschmolzener Stahl zu Partikeln der gewünschten Größe atomisiert wird, wird Wasser verwendet. Dieses Wasser wird aufbereitet, gekühlt und weitgehend im Verdüsungsprozess wiederverwendet. Eine gewisse Menge Wasser geht durch Verdampfen in den Kühltürmen verloren, und ein kleiner Teil wird ausgetauscht, um die Wasserqualität aufrechtzuerhalten. Durchschnittlich werden bei diesen Systemen rund 90-96 Prozent des Wassers erneut in den Kreislauf eingespeist.

Wir erfassen die Mengen des freigesetzten Wassers und untersuchen es auf bedenkliche Substanzen. An den meisten Betriebsstandorten sind die Bedingungen für die Freisetzung von Wasser ein Teil unserer Umweltgenehmigung.

Luftemissionen

Unsere Produktionsprozesse erzeugen Abgase und flüchtige Emissionen. Um flüchtige Emissionen zu vermeiden, werden alle Rohstoffe und Produkte (Metallpulver) in geschlossenen Prozessen gehandhabt. Hierzu gehören mit wenigen Ausnahmen auch die Lagerung in den Werken sowie versiegelte Container für den Materialtransport. Der Standort in Höganäs, Schweden, nutzt den Massentransport per Schiff, bei dem das Löschen der Ladung unverschlossen erfolgt. Zur Minimierung der Emissionen aus offener Handhabung kommen besondere Verfahren zum Einsatz, beispielsweise Berieseln mit Wasser, Straßenreinigung und Deponieabdeckungen. Sekundäre Staubemissionen werden durch befestigte Straßen und Arbeitsareale sowie ein Programm minimiert, das der kontinuierlichen Reinhaltung der Standorte dient.

Zur Minimierung von Abgasemissionen sind alle großen punktuellen Schadstoffquellen mit Filtern ausgestattet. Die lokalen Umweltschutzprogramme umfassen prozessabhängig in der Regel eine Überwachung von Emissionen wie Stickoxiden (NOx), Schwefeloxiden (SOx), in die Luft freigesetzten Metallen sowie anderen Stoffen, die Anlass zu Besorgnis geben.

Materialnutzung

Wir handhaben rund 700.000 Tonnen direkte, also unmittelbar produktionsrelevante Materialien. Der größte Anteil unserer Rohstoffe ist nicht-regenerativ in dem Sinne, dass sie aus dem Erdmantel extrahiert werden. Bei diesen Materialien handelt es sich hauptsächlich um Eisenerz, Kalkstein und fossile Prozesskohle oder Koks. Gegenwärtig läuft eine Initiative, um fossile Prozesskohle durch regenerative Alternativen zu ersetzen.

Metalle können unzählige Male wiederverwertet werden, und zirka 50 Prozent unserer Rohstoffbasis bestehen aus sekundären oder recycelten Materialien. Nach Gewicht ist Eisenschrott unsere größte Materialgruppe. Zu den Sekundärmaterialien gehören sowohl Industrie- als auch Altschrott.

Regenerativ erzeugtes Gas und Biokoks

Fallbeispiele

Höganäs bringt die REACH (2007) und RoHS (2011) Beschränkungen bei der Verwendung gefährlicher Stoffe und Chemikalien zur Anwendung und befolgt sie.